Die “Gute alte Zeit”

Ein Blog über moderne Fotografie

Die “Gute alte Zeit”

27. Mai 2018 Allgemein 0

 

Ich habe mich neulich mit einem Marketing-Spezialisten unterhalten. Mit einem Marketing-Spezialisten aus einem „etwas älteren Semester“. Und irgendwie sind wir – natürlich – auf das Thema Fotografieren und Fotos zu sprechen gekommen und wie er Bilder für Marketing-Kampagnen ausgewählt hat, bevor es Digitalfotografie und Internet gab. Dabei ist mir bewusst geworden, dass es damals Probleme gab, bei denen ich noch nicht einmal gedacht habe, dass sie überhaupt existieren könnten.

Zwei Dinge haben eine Rolle gespielt: Zum einen die Frage, wo man überhaupt Fotos finden konnte? Es gab ja keine Datenbanken, die über das Internet nur ein paar Klicks entfernt waren. Stattdessen – kein Witz – wurden mehrere hundert Seiten starke Kataloge mit gedruckten Bildern gewälzt! Und so ein Katalog hatte ja auch keine Google-Suchfunktion, sondern bestenfalls einen ausgeklügelten und gut kategorisierten Aufbau. So hat es mitunter mehrere Stunden gedauert, bis ein passendes Foto gefunden wurde. Dieses hat man dann aber auch nicht einfach online bezahlt. Stattdessen hat man sich dann telefonisch nach den Preisen erkundigt, sowie die Lizenzfragen geklärt.

Zum anderen hatte die fehlende Digitalfotografie zur Folge, dass es überhaupt weniger Bilder zur Auswahl gab. Man konnte nicht mal eben hunderte Fotos machen und sich jedes einzelne sofort anschauen. Nach in der Regel 36 Fotos war der Film voll und musste entwickelt werden. Erst dann hat der Fotograf gesehen, ob die Arbeit von Erfolg gekrönt war und konnte seine Bilder zum Verkauf anbieten. Mal eben digital hier und da ein wenig nachbessern war natürlich auch keine Option. Entsprechend sah die Erfolgsquote aus, wenn man wirklich gute Bilder anbieten wollte.

Wenn man sich das alles überlegt und vor Augen führt ist es doch wahnsinn, was sich seitdem alles getan hat und wie einfach das Ganze heute ist. Der Herr Marketing-Spezialist ist jedenfalls froh, dass er in seinem „Alter“ nicht mehr ganz so hart arbeiten muss… 😉

 

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